Fachkraft der Praxis JUNA erläutert ein Genogramm am Whiteboard

Fallberichte

„Er ist viel mutiger als ich“ – wenn ein festgefahrenes Familiensystem wieder in Bewegung kommt

Als Familie B. das erste Mal in unsere Praxis kam, lagen zwischen Mutter, Vater und ihrer 16-jährigen Tochter Lena kaum noch Worte – nur Erschöpfung und Misstrauen. Lena verweigerte seit Monaten die Schule und zog sich vollständig in ihr Zimmer zurück. Was folgte, war eine 14-monatige systemische Familientherapie, die zeigte: Veränderung gelingt nicht durch Reparatur – sondern durch Verstehen.

Loungebereich der Praxis JUNA mit Sofa, Sesseln und rundem Tisch

Ich hatte das Gefühl, wir sollen alle repariert werden. Hier hat mir zum ersten Mal jemand erklärt, dass das nicht so ist.

Vater Sitzung 3
Lächelnde Therapeutin im Gespräch mit einer Klientin

Muster benennen

der Lob-Ninja und das schwarze Schaf

In Sitzung 5 machte die Lob-Ninja-Intervention sichtbar, dass Anerkennung in der Familie kaum ausgesprochen wurde – und wenn, dann sofort relativiert. Die Familienskulptur machte spürbar, wie weit die drei voneinander entfernt waren.

Lena formulierte in einer bewegenden Sitzung, sie erlebe sich als schwarzes Schaf, das nie etwas richtig machen kann. Die Mutter blieb in Tränen zurück – nicht aus Schwäche, sondern weil sie zum ersten Mal verstand, dass ihre Kritik als Ablehnung ankam.

Die Arbeit an der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg – das GFK-Tanzparkett – gab den Sätzen einen neuen Rahmen: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte. Nicht als Technik, sondern als neue Sprache.

Beschriftete Moderationskarten auf einem Tisch in der Praxis JUNA

Wir sind nicht fertig. Aber wir können jetzt miteinander reden, ohne dass danach tagelang Schweigen herrscht. Das ist für uns ein riesiger Schritt.

Mutter Abschlusssitzung
Heller Beratungsraum der Praxis JUNA mit Sitzgruppe

Was dieser Prozess zeigt

Systemische Familientherapie repariert niemanden. Sie schafft Raum, in dem Muster sichtbar werden – und Menschen entscheiden können, was sie damit machen. Der Schlüssel bei Familie B. war nicht eine Technik, sondern die Bereitschaft aller drei, die Perspektive der anderen auch nur für einen Moment einzunehmen. Das ist oft mehr, als es zunächst klingt.

Farbige Moderationskarten mit Lebensereignissen auf einem Tisch

Kein Weg ist wie der andere – aber der erste Schritt ist immer ein Gespräch. Bei JUNA finden Sie einen Rahmen, in dem alle Beteiligten gehört werden und gemeinsam etwas Neues entstehen kann.

Erkennen Sie sich oder Ihre Familie darin?

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